Bei 40kmh Nordwestwind nach dem Ausklingen hatte ich einfach keinen Bock auf Strecke zu gehen. Es kam dazu, dass ich bei solchen Windlagen das Liesing- und Paltental immer meide, da ich dort zumeist zu kämpfen habe.

Das Gute an solchen Windlagen ist aber zumeist, dass unsere Grimmingwelle sehr stark und aussergewöhnlich zuverlässig entwickelt ist. Auch an diesem Tag war der Einstieg in die Welle relativ einfach und ich stieg innerhalb einer Stunde bis auf 5200m. Die Aussicht war wundervoll und man konnte bis weit über Linz hinaus sehen.

Andy war in der Zwischenzeit Richtung Osten bis fast an die Rax geflogen so hab ich mich entschlossen, ihm aus der Welle entgegen zu fliegen und dann wieder thermisch zurück. Kurz nach Turnau hab ich ihn dann nach fast 100km Gleitflug eingeholt. Insgesamt war es dann ein 150km Gleitflug, den längsten den ich je mit der Libelle gemacht habe.

Wieder im thermischen Niveau angekommen ging es relativ einfach wieder nach Hause zurück, wo ich am Abend dann nochmal in die Welle einsteigen konnte. Leider hat mich der Controller trotz Transponder dann heruntergeholt, da in Zeltweg einiges an Prominenz nach dem F1 Grand Prix gestartet war und ein einfacher Segelflieger natürlich den Schönen und Reichen weichen muss. 🙂

154km abgleiten aus 5000m
Kurz nach dem Einstieg in die Welle auf ca. 3000m NN.
Über den Wolken ist es immer noch am schönsten.
Über 5000m hoch und vollkommen ruhiges Steigen.
Ennstal und Gesäuse
Der Dachstein wirkt winzig aus 5000m.
Wieder zurück im thermischen Niveau beim Rückflug im Hochschwabgebiet.
Der Blick ins obere Ennstal mit Niederöblarn im Vordergrund und dem Dachstein im Hintergrund.