Mitte der Woche gab es endlich wieder Aussicht auf einen einigermaßen guten Flugtag. Da das labile Wetter fast schon 2 Wochen anhielt hat sich endlich ein Licht am Ende des Tunnels gezeigt. Die Prognosen wurden immer besser, aber auch nicht wirklich gut.

Am Freitag habe ich dann im Büro noch alle Webcams gecheckt und ab Zell am See war es Freitags dann schon gering bewölkt mit guten Entwicklungen. Von da an wusste ich, dass der Samstag dann gut werden wird.

Um ca. 9:00 Uhr lokal hat  dann die Restbewölkung angehoben und langsam hat die Thermik eingesetzt. Ich bin dann zur Sicherheit erst um 10:00 Uhr gestartet – es wäre eine halbe Stunde früher auch schon gegangen, aber recht tief denke ich.

Am Vortag habe ich in meinen Nano einen 750km ZR einprogrammiert und so habe ich auch kurz vor meinem Abflugpunkt Schloss Pichlarn in 1400m über Platz ausgeklinkt. Von dort bin ich zu unserem Hausbart geglitten und dort gleich 1,2m zentriert. Dann ging alles relativ gut, am Gumpeneck schon auf 2700m und Weiterflug im Süden von Rippe zu Rippe bis Zell am See. Man merkte die 10kmh Westwind an der Schnittgeschwindigkeit, bis zum Brenner ging es aber ganz passabel. Dort hat mich auch dann Andy eingeholt, der kurz nach mir gestartet ist.

Zwischen Brenner und der Wende im Engadin habe ich dann ein paar schlechte Entscheidungen getroffen und der Wind wurde im Engadin viel stärker und störte spürbar. Andy hat dann ca. 20km Vorsprung herausgearbeitet aber hatte in der dichten Abschirmung nahe Samedan zu kämpfen.

Ich habe dann bei Zernetz umgedreht (15:15 – 30 Minuten vor Umkehrzeit und 35km vor dem Wendepunkt bei Thusis) – kein Weiterkommen Richtung Graubünden durch eine garstige Abschirmung, die von der Schweiz anrückte.

Ab da war der Rückweg wieder ein Traum, 98kmh Schnitt und Ankunft zu Hause mit über 600 km auf derm Tacho um 18:30 lokal – so gehört sich das.

Am Abend hat sich eine weitere dichte Abschirmung dann auch im Ennstal breit gemacht und Andy und ich haben im Teamflug leider keine Thermik mehr erwischen können bei Schladming.

Zum Glück bringt so eine Abschattung dann auch immer ein Luftmassensinken von den Bergen mitsich und so haben wir die letzten Abendstunden noch in der Abendthermik im Ennstal genossen.

Ein schöner Flugtag endlich ohne Überentwicklungen – rund 750km und über 700 Punkte standen dann am Abend am Konto.

Der Flugweg aus Skylines
Das erste Bild des Tages. Sobald die Basis über die Hochwildstelle reicht kann man schon ganz angenehm vorfliegen.
Absinkende Basis bei Zell am See. Kitzsteinhorn in Wolken.
Verschiedene Basishöhen in den Dientner Bergen.
Bei Innsbruck vorbei über dem Brennerpass Richtung Westen.
Basishöhen um die 3500m in den Ötztaler Alpen.
Sehr schöne Farben im Engadin.
Blick ins Engadin, die Bernina völlig in Wolken verschwunden.
Über dem Ofenpass.
Blick auf die Watzespitze mit 3532m.
Beim der Querung des Brennerpasses, im Hintergrund sieht man gut die alte Grenze nach Italien.
Der Blick zurück in die Ötztaler Alpen.
Schon wieder über der Autobahn bei Flachauwinkel.
Radstadt mit Rossbrand und Dachstein. Die dicke Abschirmung lässt die Thermik auf der Nordseite zusammenfallen.
Planai und Ennstal voraus!
Andys Ventus vor den Niederen Tauern.
Gemeinsames Kurbeln in der Abendthermik
Superstimmung am Abend beim Einräumen.