Das prophezeite gute Wetter hatte sich letzte Woche eingestellt, leider doch nicht soo gut wie erwartet. Ich hab mir den Freitag zum Fliegen ausgesucht, weil ich mir gedacht hab es wird der beste Tag sein, was sich aber dann letztendlich als falsch erwiesen hat, denn der Samstag war wesentlich besser zum Fliegen und die Basis viel höher.

Freitag dann in der Früh am Platz mit Andy Haider, der nochmal mit dem Janus ausrückte, da Bernd Humpl ihn dann am Samstag mit nach Livno dann mitgenommen hat. Ich hab bei einem Streckenflug Richtung Westen noch nie so eine tiefe Basis erlebt. Nach dem ersten Bart bin ich in 2100 abgeflogen Richtung Westen – so tief wie noch nie. Das hieß jetzt auch mit der Libelle jeden Grat kurbeln und bei jeder Rippe ca. 50 m über dem Grat ankommen. Sportlich, sportlich war das. Erst dann ab dem Brenner (Zillertalquerung mit 2600 Abflughöhe am Kreuzjoch ist sehr sportlich mit der Libelle…) höhere Basis, aber dafür ein ca. 30km Loch Richtung Meran, wo ich mich dann nicht mehr drübergetraut hab. Also ab in den Süden wo hohe Wolken vielversprechend ausgesehen haben. Dem war dann auch so, aber vorher noch Richtig abgefahren auf der Ostseite des Brenners und ein bisschen basteln um den Anschluss ins Pustertal zu bekommen. Dort dann unglaubliche Optik Richtung Dolomiten und 3 Zinnen – das konnte ich mir dann nicht entgehen lassen und bin dann durchs Lesachtal Richtung Osten weitergeflogen. Und dann wurde es spannend. Großflächige Abschattungen – Andy Haider war ca. 20 km vor mir und hat das letzte Loch Richtung Mauterndorf gefunden an der Reißeckgruppe entlang. Für mich wären die 30 km bis zum nächsten Sonnenfleck am Speiereck einfach zu weit gewesen und so hab ich mich entschlossen Richtung Nockberge und Turracher zu gleiten. War dann auch die richtige Entscheidung, konnte dort wieder Richtung Heimat aufkurbeln und so spielerisch den verlässlichen Nachmittags-Hammerbart östlich von Tamsweg erreichen.

Am Abend dann im Ennstal noch mit Andy erweitert und auf Abendthermik gehofft, war aber leider noch nicht aktiviert und so haben wir noch einen gemeinsamen langen Endanflug Richtung Heimat gemacht – in wundervoller Abendstimmung.

Zum Schluss standen dann 560 km auf dem Zähler und ein Wahnsinns-Erlebnis in den Dolomiten.

Richtung Sterzing gings richtig massiv runter.
Supergeiles Dolomiten Panorama
Super Optik bis weit in den Süden – auch nicht selten zu dieser Jahreszeit
3 Zinnen bestens im Blick
Abschattung voraus! Richtige Entscheidung getroffen und gut nach Hause gekommen.
sweet home.
über 9 h unterwegs... geht ganz schön an die Substanz!